CE 2018/848 · NOP USDA · ECOCERT · JAS

Chloridfreie Bio-Dünger

Chlorid gehört zu den stärksten Ertragsbegrenzern in den wertvollsten Kulturen des Mittelmeerraums. Es reichert sich im Blatt an, konkurriert mit der Nitrataufnahme und erhöht die Bodenleitfähigkeit. Dünger und Biostimulanzien von Ecoganic bringen weder Chlorid noch Natrium ein, denn sie basieren auf im Bioreaktor kultivierten Süßwasser-Mikroalgen statt auf Meeresalgen.

Was Chlorid mit Ihrer Kultur macht

Es reichert sich im Blatt an

Chlorid folgt dem Transpirationsstrom und konzentriert sich an den Blatträndern. Typisches Symptom ist die Randnekrose, die die Photosynthesefläche verringert, bevor ein Ertragsrückgang sichtbar wird.

Es konkurriert mit Nitrat

Chlorid und Nitrat konkurrieren um dieselben Anionentransporter in der Wurzel. Je mehr Chlorid in der Bodenlösung, desto ineffizienter wird jede ausgebrachte Stickstoffeinheit.

Es erhöht die elektrische Leitfähigkeit

Jede Chloridgabe erhöht die EC der Bodenlösung. Die Kultur muss mehr Energie aufwenden, um dasselbe Wasser zu ziehen — osmotischer Stress, der sich in kleinerem Kaliber zeigt.

Das begleitende Natrium schädigt den Boden

Chloridquellen bringen meist Natrium mit. Natrium dispergiert Tone, verschließt die Porosität und senkt die Infiltration. Der Schaden ist kumulativ und braucht Jahre zur Umkehr.

Kulturen, in denen Chlorid über die Marge entscheidet

Nicht jede Kultur reagiert gleich. Bei diesen ist die Chlorid- und Natriumempfindlichkeit ein agronomischer Faktor erster Ordnung — und sie sind zugleich die wertvollsten pro Hektar im Mittelmeerraum.

AvocadoSehr empfindlich
HeidelbeereSehr empfindlich
ErdbeereEmpfindlichZitrusEmpfindlichMandelEmpfindlichWeinrebeMäßig
KiwiEmpfindlich
SpargelTolerant, reichert aber an

Das Paradox des Meeresalgen-Biostimulans

Die große Mehrheit der Algen-Biostimulanzien am Markt basiert auf Meeresarten — Ascophyllum nodosum, Ecklonia maxima, Kelp. Sie wachsen im Meerwasser, und ihr Extrakt trägt die Salze dieses Mediums mit.

Wiederholt per Fertigation auf einer salzempfindlichen Kultur ausgebracht, bedeutet das: Jahr für Jahr genau das Ion zuführen, das diese Kultur begrenzt. Ecoganic setzt auf einzellige Süßwasser-Mikroalgen — Chlorella vulgaris und Scenedesmus — aus kontrollierten Bioreaktoren: konstante Zusammensetzung von Charge zu Charge, ohne Meersalze, ohne Schwermetalle.

Süßwasser gegen Meer: der Vergleich

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen „chloridfrei" und „chloridarm"?

„Chloridarm" lässt einen Restgehalt zu, der sich mit jeder Anwendung anreichert. Ecoganic-Dünger enthalten Chlorid nicht als Formulierungsbestandteil: Der Eintrag auf diesem Weg ist null, nicht reduziert.

Kann ich Meeresalgen-Biostimulanzien auf Avocado oder Heidelbeere einsetzen?

Ja, aber man sollte wissen, was man einbringt. Meeresalgenextrakte tragen die Salze ihres Wachstumsmediums mit. Bei chlorid- und natriumempfindlichen Kulturen und wiederholter Fertigation addiert sich dieser Eintrag zu Bewässerungswasser und übriger Düngung.

Sind sie für den zertifizierten Bio-Anbau zugelassen?

Ja. Das Sortiment ist nach EU-Verordnung 2018/848, dem USDA National Organic Program und dem japanischen JAS-Standard sowie durch ECOCERT zertifiziert.

Woran erkenne ich ein Chloridproblem auf meiner Fläche?

Übliche Indikatoren sind Blattrandnekrosen, unerklärter Kaliberverlust und eine EC des Sättigungsextrakts oberhalb des Kulturschwellenwerts. Eine Blatt- und eine Bewässerungswasseranalyse bestätigen es.

Reichert Ihre Kultur Chlorid an?

Erzählen Sie uns von der Fläche, dem Bewässerungswasser und dem aktuellen Programm. Ein Agronom prüft, ob ein Quellenwechsel lohnt.

Mit einem Agronomen sprechen
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